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Verfasst: 19. September 2005 18:03
von Sillek
Mackson hat geschrieben:@Klinke:
Den Schuldenberg Deutschland hat nicht Regierung Schröder verursacht, sondern mal ganz klar die CDU. Schröder hat es nur nicht geschafft zu entschulden. Er hat selbst zugegeben, das er da hätte mehr druchgreifen müssen. Wo ist das Problem? Die CDU hat seit Ende 2004 plötzlich auch die "Reform" entdeckt, weil anscheinend die Wirtschaftslobby beim Mittagessen drüber gequatscht hat.
Gruß M.
Das is doch mal der perfekte Satz.....
Verfasst: 19. September 2005 19:10
von PatrickmeinName
...nur leider in der Sache falsch. Der Schuldenberg wurde sehr wohl noch weiter erhöht.
Gruß
Patrick
Verfasst: 19. September 2005 19:18
von Mackson
Flasch ist das nicht. Die größeren Schulden hat Kohl verursacht. Schröder hat wesentlich weniger Schulden gemacht. Wurde ja im Wahlkampf in den verschiedensten Sendungen ausgiebig dargestellt.
Gruß M.
Verfasst: 19. September 2005 19:27
von PatrickmeinName
Ich bestreite ja auch nur, dass Schröder keine neuen Schulden verursacht hat. Das haben er und Eichel nämlich sehr wohl. Der Schuldenberg von Kohl (der wirklich enorm ist) muss darüber hinaus vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung gesehen werden. Die Hauptkosten dafür fielen nunmal in den ersten 5 bis 8 Jahren danach an. Dass Schulden machen nix Tolles ist und man nun sparen sollte, das steht auch für mich fest.
Gruß
Patrick
Verfasst: 19. September 2005 20:13
von DasExperiment
Salve,
ich muß mich auch nochmal reinhängen.
Klinke hat geschrieben:
Atomenergie ist sauber und effektiv.
Dafür hätte ich doch gerne mal Belege.
Sauber? Nun ja, wenn man nukleare Verstrahlung ignoriert wohl wahr.
Effektiv? Inwieweit bitteschön? Wie hoch ist denn der Nutzungsgrad von Kernenergie? Höher als bei konventionellen Kraftwerken?
Über das Risiko der Kernenergie schweige ich jetzt mal lieber.
Klinke hat geschrieben:
Es ist möglich weite Bereiche Deutschlands damit abzudecken.
Dafür hätte ich doch auch gerne mal Belege.
Sollte unser gesamter Energiebedarf über Kernenergie gedeckt werden, dann würden sich meiner Information nach die Uranvorräte binnen kurzer Zeit erschöpfen. Ausnahme Schneller Brüter.
Klinke hat geschrieben:
Wenn ich mir überlege wieviel Windkrafträder, Solaranlagen oder Wasserkraftwerke wir bräuchten um eine Großstadt mit Energie zu versorgen sieht es hoffnungslos für alternative Energien aus.
Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Ohne auf die politischen Schwierigkeiten bei dem Vorhaben einzugehen, in den richtigen Ländern Solaranlagen aufgestellt, die gewonnene Energie mittels Elektrolyse in Wasserstoff gespeichert und diesen in Kraftwerke verbracht hätten wir keine Energieprobleme mehr. Abgesehen davon kann man auch den Energieverbrauch mindern ohne auf Komfort zu verzichten.
Klinke hat geschrieben:
Die Lagerung und und der Abbau von Atommüll ist sicherlich eine Größe die nicht zu vernachlässigen ist und zur Zeit nicht zufriedenstellend verläuft.
Das ist aber noch sehr positiv ausgedrückt! Wenn ich an die Halbwertszeit von Plutonium denke wird mir schlecht! Nur so nebenbei ist es ja nicht nur strahlend sondern auch noch ein tödliches Gift. Die Lagerung ist nicht nur nicht zufriedenstellend gelöst sondern gar nicht. Oder wer will dafür garantieren daß die evtl. Endlager für die nächsten 50.000 Jahre geologisch stabil bleiben? Nur weil sie es in der Vergangenheit wahren? Kommt mir so vor wie der Autofahrer der sich nicht anschnallt, ging ja 30 Jahre lang gut, was soll da schon passieren!
Gruß
Matthias
Verfasst: 19. September 2005 21:57
von Sigma
Hi,
@DasExperiment
Ich stimme Dir beinahe 100%ig zu.
Ich will nur anmerken, daß das Problem bei z.B. Solaranlagen nicht die Speicherung der Energie ist, sondern die schlichte Ineffizienz. Um die Leistung eines AKW zu erreichen, sind schon verdammt viele notwendig. Von der Fläche her betrachtet, kommt man mit AKW auf jeden Fall günstiger.
Tschau,
Sigma
Verfasst: 20. September 2005 07:15
von insideR
DasExperiment hat geschrieben:... Ohne auf die politischen Schwierigkeiten bei dem Vorhaben einzugehen, in den richtigen Ländern Solaranlagen aufgestellt...
Wie sieht es eigentlich mit möglichen Einflüssen auf das Klima aus?
Verfasst: 20. September 2005 08:24
von DasExperiment
Salve,
@Sigma
Die Ineffizienz ist aber nicht weiter schlimm. Die Sonneneinstrahlung ist schließlich kostenlos und sauber. Es wirkt sich also wie Du gesagt hast nur auf die Fläche aus die ich nutzen muß um die nötige Menge Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umzuwandeln. Soweit ich weiß würde eine Fläche von 700 * 700 KM reichen um den Weltenergiebedraf zu decken.
Das ist wohl erstmal eine riesige Fläche. Rechne ich allerdings die Flächen gegen die momentan zur Energiegewinning genutzt werden (Kraftwerke aller Art, Öl- und Gasförderanlagen, Tage- und Untertage Bergbau von Steinkohle, Braunkohle und Uran, usw.) dann relativiert sich das wohl ganz stark.
Und die Fläche für die Nutzung der Sonneneinstrahlung muß ja auch nicht an nur einer Stelle aufgebaut werden, es gibt schließlich viele Gebiete mit relativ konstanter hoher Sonneneinstrahlung. Und es müssen ja nicht nur Solarzellen sein, Aufwindkraftwerke und Spiegelkraftwerke gibt es ja schließlich auch noch.
Ich finde zumindest wir sollten uns etwas in diese Richtung bewegen, zurück zu den AKW's ist für mich keine Lösung. Aber zur reinen Überbrückung der Zeit bis wir genug regenerative Energiequellen erschlossen haben kann man wohl das Risiko der Atomenergie tragen um den CO² Ausstoß zu vermindern.
@insideR
Weiß ich zugegebenermaßen leider nicht. Wird es aber wohl geben wenn man große Megaanlagen aufbaut. Bei mehreren/vielen kleineren Anlagen würde diese Problematik wohl geringer Ausfallen.
Meiner Meinung nach ist es schlicht so, daß ich der Fläche auf die normalerweise die Sonne einstrahlt die einstrahlende Sonnenenergie zum Teil entziehe (ca. die 20 % die in elektische Energie umgewandelt werden?). Sie müßte also etwas kühler sein als ohne die Sonnenkraftwerke. Welche weiteren Auswirken das haben könnte ist mir nicht bekannt.
Gruß
Matthias
Verfasst: 20. September 2005 08:30
von insideR
DasExperiment hat geschrieben:Ich finde zumindest wir sollten uns etwas in diese Richtung bewegen, zurück zu den AKW's ist für mich keine Lösung. Aber zur reinen Überbrückung der Zeit bis wir genug regenerative Energiequellen erschlossen haben kann man wohl das Risiko der Atomenergie tragen um den CO² Ausstoß zu vermindern.
Eben!
DasExperiment hat geschrieben:
@insideR
Weiß ich zugegebenermaßen leider nicht. Wird es aber wohl geben wenn man große Megaanlagen aufbaut. Bei mehreren/vielen kleineren Anlagen würde diese Problematik wohl geringer Ausfallen.
Meiner Meinung nach ist es schlicht so, daß ich der Fläche auf die normalerweise die Sonne einstrahlt die einstrahlende Sonnenenergie zum Teil entziehe (ca. die 20 % die in elektische Energie umgewandelt werden?). Sie müßte also etwas kühler sein als ohne die Sonnenkraftwerke. Welche weiteren Auswirken das haben könnte ist mir nicht bekannt.
Gruß
Matthias
Wenn man Solaranlagen in den Wüstensand setzt, hab ich die wenigsten Bedenken.
Verfasst: 20. September 2005 09:38
von PatrickmeinName
schon mal jemand dran gedacht, welchen Rohstoff- und vor allem Energieaufwand die Herstellung von Solarzellen verursacht? Ist das nicht nur eine Art "Verschiebebahnhof"?
Ich denke in dem Zusammenhang auch an den tollen Toyota Prius, dessen Batterien in Herstellung und Entsorgung umweltschädlicher sind als der bei einem herkömmlichen Benziner mehr verbrauchte und verbrannte Sprit.
Gruß
Patrick