Aha...ein paar schöne Ansätze....
Da meines beschränkten Wissenstandes nach der Einspritzdruck nicht variiert wird, sondern die Menge lediglich über die Einspritzdauer bestimmt wird, (länger einspritzen = zwangsläufig mehr Diesel) bleibt als zu beeinflußende Größe nur noch die zeitliche Abhängigkeit der Einspritzung vom Kurbelwinkel.
Bekannterweise führt eine reine Verlängerung der Einsspritzsequenz irgendwann zu den Phänomena wie abgebrannte Kolben, entstehen von Hitzenestern usw...
Eine (zu) frühe Einspritzung dagegen bewirkt keine nutzbare Gasarbeit, da der Kolben im letzten Teil seiner Aufwärtsbewegung dann noch gebremst wird.
Die veränderbaren Paramter bleiben also recht eng gesteckt.
Bei den PD´s gibt es noch das zusätzliche Manko, das zwar die Ansteurung der eigentlichen Düse zu einem beliebigen Zeitpunkt erfolgen kann, die mechanische Arbeit zur Erzeugung des Druckes steht aber, da im Pumpe-Düse-Element vom Kurbelwinkel abhängig, nur zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung.
Das kann der Common-Railer besser, da das Druckreservoir von der Hochdruckpumpe ständig unter Druck gehalten wird.
Nichtsdestotrotz sind die bestimmenden Kriterien Ladedruck und Einspritzparameter nur in außerordentlich engen Bereichen zu variieren, um Spritersparnis zu generieren. Das hat auch nichts mit Sicherheitspolstern der Hesteller zu tun, denn die Sicherheitspolster werden i. d. R. bzgl. Maximalwerten wie Drehmo, Drehzahl usw festgelegt, im Kleinst- u. Teillastbereich wären motorsicherheitsrelevante Grenzwerte ziemlich obsolet.
Das dies so ist, zeigt doch auch ganz klar die Vorgehensweise zur Sparsamkeitserziehung der Automodelle.
Downsizing, neue Mechaniken (längere Getriebe, niedrigere Drehzahlen,) es wird alles mögliche unternommen, um die Autos sparsamer zu bekommen, aber von einer nachträglichen Softwareoptimierung ab Werk zur Erzielung niedrigerer Verbräuche (ansonsten hört man ja leider genug von Softwareupdates

) gibt es da irgendwie überhaupt nicht.
Ein gutes Beispiel dafür ist u. a. der Passat Blue-Motion von VW.
Die Maßnahmen zur Verbrauchssenkung (tiefer gelegt, high-Efficiency-Bereifung, Unterbodenverkleidung, mehr Spreizung im Getriebe, Leerlaufabsenkung) sind seitens VW recht transparent dargestellt und auch keine Hexerei.
Von einer Softwareanpassung des Kennfeldes dagegen habe ich noch nirgends etwas gehört, sollte es für die Bluemotion-Reihe eine "Sparsamkeitssoftware" geben, wäre diese gewiß der Renner bei den ganzen regulären 1,9er TDI´s und die Besitzer würden den Werkstätten die Bude einrennen. Ist aber nicht der Fall.....
Aber jeder Tuner kann Eco-Tuning und macht die Motore einen halben bis 1 Liter sparsamer. 8)
Ist VW zu blöd dazu oder wird seitens der Tuningbranche einfach etwas versprochen, was aufgrund der schwierigen Nachweises (minimal geändertes Fahrverhalten seitens des Fahrers führt zu größeren Verbrauchssprüngen) nur schlecht als Roßtäuscherei entlarvt werden kann.
Unabhängige Magazine haben es getest, auf dem Prüfstand brachte das Eco-Tuning keine Verbrauchsverringerungen, halt die erwartete sanfte Steigerung der Mehrleistung.
Geschickterweise werben diese Tuner ja nicht damit, das der Motor per se sparsamer wird, denn da wären sie in einer gefährlichen Beweispflicht. Es heißt immer nur, dank der gesteigerten Leistung kann früher geschaltet werden und DAMIT käme die Verbrauchsersparnis zustande. Wir Immerfrühschalter erzielen dann also überhaupt keine Ersparnis, wenn ich im 6. fahre, fahre ich im 6., egal ob beim Bodenblech 350 Nm anliegen oder 420 Nm.
Ich denke, wer mit dem Eco-Tuning spart, ist vorher halt nicht mit Augenmerk auf spritsparen und frühzeitigem Schalten gefahren und paßt damit perfekt in den Focus der Ecotuner oder es handelt sich um die selbsterfüllende Prophezeiung wie bei einer Placebopille die dann tatsächlich hilft => ich war bei Eco-Tuner und möchte natürlich dann für das teure Geld auch, das das Wägelchen wirklich sparsamer fährt, also fahre ich sparsamer.....
Ansonsten, das chippen mehr Leistung generiert und die motorischen Haltbarkeitsreserven ausnutzt ist unbestritten.
