Erfahrung mit Nachrüst-DPF

Zur Technik des Octavia II
Serfin
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Erfahrung mit Nachrüst-DPF

Beitrag von Serfin »

Hat jemand bereits einen DPF bei Skoda nachrüsten lassen? Auf Nachfrage in meiner Werkstatt (Skoda-Kompetenzzentrum!) wurde mir abgeraten, mit der Begründung, es gäbe noch nicht die steuerliche Förderung. Bitte - dass ist doch noch kein Grund, vom Einbau abzuraten?! Auf die Frage, ob der Nachrüst-DPF denn die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, gab es keine Antwort.

Soll das nun heissen, dass niemand weiss, ob das Teil in drei Monaten noch die aktuellen Anforderungen erfüllt? Hat jemand einen genaueren Kenntnisstand bzw. schon praktische Erfahrungen mit dem Skoda-Nachrüstsatz?
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Dr. PuuhBaer
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Beitrag von Dr. PuuhBaer »

Das Problem ist eher, dass sich die Bundesregierung noch nicht auf ein Steuermodell zur Förderung von DPF-Dieseln bzw. zur steuerlichen Mehrbelastung von nicht-DPF-Dieseln einigen konnte. Insofern hat der Händler Recht. Bei mir kommt auch nicht eher ein Filter rein.

Und für die Ökofritzen möchte ich noch hinzufügen, dass es auch hier in Braunschweig massive Probleme aus drei Gründen gibt:
1. Der Messkontainer befand sich direkt am Bohlweg, einer Häuserschlucht, wo so gut wie kein vernünfitger Luftaustausch möglich ist.
2. Die Ampelschaltungen sind so mies, dass PKW und LKW an fast jeder Ampel stehen. Alles ist auf den Öffentlichen Nahverkehr optimiert.
Das ist übrigens im gesamten Stadtgebiet so. Auf dem Ring wird man bei Strich 50 km/h an fast jeder Ampel ausgebremst und jedes Anfahren produziert Mehrverbrauch und Feinstaub. Jetzt kassiert Braunschweig die Quittung.
3. Sollten die Öffis mal mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn ich sehe, was Busse beim Anfahren an Ruß rausblasen, habe ich kein schlechtes Gewissen einen Diesel PKW zu fahren.
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Beitrag von Serfin »

Ok, ok, das mit den steuerlichen Dingen ist die eine Sache. Das muss jeder halten wie er will..

Mit geht es aber um Erfahrungswerte, warum ein Kompetenzzentrum dermassen aktiv versucht, mir keinen Nachrüst-DPF zu verkaufen. Also klingt das eher so, als ob etwas "im Busch ist". Fragt sich halt nur was...

Gibt es wirklich noch keinen Octi-Fahrer mit Nachrüst-DPF?
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Dr. PuuhBaer
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Beitrag von Dr. PuuhBaer »

Eine Sache ist noch, dass das Serviceintervall bei Longlife von 30tkm auf 15-20tkm verringert wird und dann ein Tausch des Filters erforderlich wird, der wahrscheinlich acuh extrem teuer ist. Mag sein, dass das deswegen zurückgehalten wird. Peugeuot hat im Gegensatz dazu ja diese selbst regenerierenden Filter.
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Beitrag von Serfin »

Jo, angeblich handelt es sich bei der Skoda-Lösung um ein Nachrüstprodukt eines DPF Herstellers (HJS etc.). Das sollen offene, aber wartungsfreie Systeme sein. Ob aber in einem Skoda nun ein System mit nur 40% Abscheidungsgrad verbaut wird (City Filter) oder nicht, konnte mir auch niemand sagen. Ich möchte gerne nachrüsten, aber nur dann, wenn ich weiss, dass Grenzwerte auch eingehalten werden oder dass nicht noch ein neues technisches Problem meinen Wagen in die Werkstatt treibt - in Anbetracht der geschilderten Reaktion auf meine Anfrage.
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obraeutigam
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Beitrag von obraeutigam »

Da der Filter in den bestehenden Abgasstrang eingebaut wird, erhöht sich im Abgassysthem der Staudruck.

Dies bedeutet einen erhöhten Verbrauch bei verminderter Leistung.
Da deswegen der Motor mehr Arbeit hat, auch die verkürzten Wartungsinterwalle.

Nun muss man sich entscheiden:
Zwischen russfrei, teurer und langsamer oder weiter mit schwarzen Wolkchen am Heck.

(Wegen diesem ganzen Hickhack habe ich damals meinen TDI verkauft.)
2,0 FSI mit einigen Extras

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Wuppi
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Re: Erfahrung mit Nachrüst-DPF

Beitrag von Wuppi »

Serfin hat geschrieben:....Soll das nun heissen, dass niemand weiss, ob das Teil in drei Monaten noch die aktuellen Anforderungen erfüllt?....
Genau aus diesem Grund habe ich ebenfalls noch keinen Nachrüst - DPF.
Wer sagt mir, dass die momentan erhältlichen Filter nicht in kürzester Zeit die Grenzwerte (die ich nicht kenne) überschreiten.
Dann heisst es erneut: umrüsten :cry:

Wuppi
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Tischkante
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Re: Erfahrung mit Nachrüst-DPF

Beitrag von Tischkante »

Wuppi hat geschrieben: Wer sagt mir, dass die momentan erhältlichen Filter nicht in kürzester Zeit die Grenzwerte (die ich nicht kenne) überschreiten.
Die Grenzwerte wurden am Anfang des Jahres festgelegt (5 Stufen). Leider ist noch nicht festgelegt ob und wieviel gefördert wird.

Laut der Tabelle bei HJS würde der 2.0 TDI mit dem HJS Filter die Stufe PM3 erfüllen.

Hier die Grenzwerte:

* Stufe PM1 ist für die Nachrüstung von Euro-1- und Euro-2-Diesel-Pkw vorgesehen. Diese Fahrzeuge halten nach gel­tendem Recht lediglich einen Grenzwert für die Partikelmasse von 0,18 g/km bzw. 0,08 g/km ein. Durch Nachrüstung eines Partikelfilters muss der für Euro-3-Diesel-Pkw geltende Grenzwert von 0,05 g/km erreicht werden, wenn man eine (noch zu verabschiedende) steuerliche Förderung erlangen will.

* Stufe PM2 ist für die Nachrüstung von Euro-3-Diesel-Pkw vorgesehen. Hier gilt ein Grenzwert von 0,05 g/km. Bei Nachrüstung eines Partikelfilters muss für eine (noch nicht erlassene) steuerliche Förderung der für Euro-4-Diesel-Pkw geltende Grenzwert von 0,025 g/km erreicht werden.

* Stufe PM3 ist auf die Nachrüstung von ab Werk nicht vorbereiteten Euro-4-Diesel-Pkw abgestellt. Sie halten nach geltendem Recht lediglich einen Grenz­wert von 0,025 g/km ein. Bei Nach­rüstung eines Partikelfilters muss der halbierte Euro-4-Grenzwert von 0,0125 g/km erreicht werden, will man in den Genuss der noch zu beschließenden Steuerförderung kommen.

* Stufe PM4 greift auf den von der Europäischen Kommission für die steuerliche Förderung von Neu­fahrzeugen vorgegebenen PM-Grenzwert von 0,005 g/km zurück. Diese Stufe wurde für die Nachrüs­tung von im Verkehr befindlichen Euro-4-Diesel-Pkw geschaffen, die bereits ab Werk entsprechend vorgerüstet sind, aber wegen fehlender Produktionskapa­zitäten nicht bereits mit so genannten „geregelten Partikelfiltern“ ausgerüstet werden konnten, die eine Minderungsrate von mehr als 90 Prozent errei­chen.

* Stufe PM5 gilt für Euro-3- und Euro-4-Diesel-Pkw, die ab dem Tage, an dem sie erstmals für den Ver­kehr zugelassen wurden/werden, anstelle eines PM-Grenz­wertes von 0,050 bzw. 0,025 g/km den von der Europäische Kommission für eine steuerliche Förde­rung von Neufahrzeugen vorge­gebe­nen PM-Grenzwert von 0,005 g/km einhalten.


MfG
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Beitrag von Serfin »

Nun gut, dann nehmen wir also einmal an, dass der Nachrüstsatz auch wirklich PM4 und nicht nur PM3 erfüllt, da die "Vergeltungsmassnahmen" der Städte an die PM-Stufen gekoppelt werden.

Hat denn nun jemand nachrüsten lassen und kann von seinen offiziellen Informationen bzgl. Grenzwerte (Eintrag in die Fahrzeugpapiere), Serviceintervall und praktische Erfahrungen berichten?
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Tischkante
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Beitrag von Tischkante »

Serfin hat geschrieben:Nun gut, dann nehmen wir also einmal an, dass der Nachrüstsatz auch wirklich PM4 und nicht nur PM3 erfüllt
Handel es sich den bei den Nachrüstsätzen von Skoda um offene oder um geschlossene Systeme?
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