Spritspar-Tuning -Tipps-
Verfasst: 6. Januar 2010 19:20
So Leute, jetzt wird es ernst,
denn jetzt geht es unter die Motorhaube.
Was kann ich tun, um den Wirkungsgrad des Motors zu erhöhen?
Tuning ist Tuning und führt im besten Fall zur Leistungssteigerung. Das ist der Sinn der Sache. Es liegt allein beim Fahrer, ob er den Leistungsgewinn auf dem Asphalt wieder verballert (ich will Spassss, ich geb´Gasssssss....) oder ob er den besseren Wirkungsgrad nutzt, um bei vergleichbarer Fahrweise weniger zu verbrauchen. Man kann nicht beides gleichzeitig haben.
Meine technischen Verfeinerungen konzentrieren sich natürlich auf den TDI, weil ich einen fahre. Der Diesel fährt mit hohem Luftüberschuß und braucht diesen auch für eine saubere Verbrennung. Je mehr Sauerstoff in den Brennraum gelangt um so besser.
Meine erste Maßname war, den Papier-Luftfilter rauszuschmeißen und durch einen K&N-Luftfilter zu ersetzen. Wird bei Ebay von diversen Powersellern zu einem relativ günstigen Preis angeboten. Nach meiner langjährigen Erfahrung ist der K&N-Luftfilter der beste. Der Filter läßt wesentlich mehr Luft durch als sein Papierbruder. Außerdem muß er nicht getauscht werden. Man kann ihn reinigen und regenerieren. Normalerweise langt es, den Filter einmal im Jahr aus dem Brutkasten zu nehmen und auf einem sauberen Stück Stoff mit Gefühl auszuklopfen. Selbst wenn der Filter total verdreckt sein sollte, läßt er noch mehr Luft durch als ein neuer Papierfilter. Es gibt Werkstatt-Leute, die raten ab und behaupten, der K&N-Filter könnte winzig feine Tröpfchen Filteröl freisetzen und dadurch den Luftmassen-Sensor beschädigen. Ich habe dazu einen netten Werkstattmann in einer Skoda-Werkstatt befragt. Der sagte mir: "Totaler Schwachsinn. Ich habe bei meinem eigenen TDI ebenfalls einen K&N-Filter eingebaut. Seitdem gibt es nicht mehr sondern weniger Ärger mit dem Luftmassen-Sensor. Dieser Filter harmoniert prächtig mit der Maschine."
Meine eigenen Erfahrungen gehen in die gleiche Richtung. Mein TDI hat jetzt über 250.000 Kilometer auf der Uhr und der Luftmassen-Sensor ist immer noch original. Muß ich noch mehr sagen?
Die zweite Maßnahme war das Umleiten der Ansaugluft. Die Ansaugluft kommt jetzt von vorne. Lufteintritt ist nun die Hutze im Stoßfänger auf der Fahrerseite. Das Ding hat sowieso schon eine Trichterform. Die schwarze Plastikverkleidung läßt sich heraushebeln und dann hinten/unten perforieren (habe mit dem Lötkolben viele kleine Löcher hineingeschmolzen; sieht jetzt aus wie ein Nudelsieb).
Die große Frage war allerdings: wie leite ich die Luft unten vom Stoßfänger nach oben zum ´Brutkasten´? Ein dicker Kunststoffschlauch ist dafür aus baulichen Gründen ungeeignet. Geniale Ersatzlösung:
Aus eins mach acht. Ich leite die Ansaugluft durch acht Schläuche parallel ins Luftfilter-Gehäuse. Dazu habe ich mir einen Dreiviertelzoll-Gartenschlauch gegriffen und mir acht Stücke (jeweils etwa einen Meter lang) zurechtgeschnitten. Für die untere Aufnahme der Schlauchenden habe ich mir ein solides PVC-Stück (übriggeblieben vom Fensterbau) passend zugeschnitten und acht passende Löcher für die Schlauchenden hineingebohrt. Schlauchenden hinein/hindurch und dann vorne schmal mit Tape umwickelt, so daß das Schlauchende nicht wieder aus der Bohrung herausrutscht sondern beim Zurückziehen festsitzt. Fertig. Dann PVC-Halterung mit Schrauben im Stoßfänger verankern.
Schläuche sauber im Radkasten (am Signalhorn vorbei, das am besten anders herum an der Halterung montiert wird) nach oben führen. Darauf achten, daß die Schläuche nicht nach unten durchhängen und einen ´Wassersack´bilden. Das Regenwasser muß immer schön nach vorne abfließen können.
Dann:
Original-Ansaugtrichter am Brutkasten entfernen. Stattdessen die Schläuche in den Filterkasten einfädeln und passgenau ablängen (Schlauchenden wie Orgelpfeifen unterschiedlich lang lassen und dann schräg abschneiden, so daß die Luft schräg nach oben Richtung Luftfilter strömen kann. Die acht Schläuche lassen sich im Filterkasten verstauen, weil der K&N-Filter wesentlich flacher baut und daher weniger Platz beansprucht.
Ist´ne ziemliche Fuddelarbeit, ich sag´s Euch. Zum Schluß muß die untere Hälfte des Luftfilterkastens mit Dichtmasse aus der Kartusche (Baumarkt) vollständig abgedichtet werden. Alle Löcher müssen zu sein. Nur so kann sich während der Fahrt ausreichend Staudruck vor dem Luftfilter aufbauen. Denn darum geht es bei dieser Maßnahme.
Keine Angst: Es gelangt kein Wasser während der Fahrt in den Kasten. Die Befürchtung hatte ich auch mal. Doch auch nach 100.000 Kilometern bei Wind und Wetter war noch nie ein Tropfen Wasser im Brutkasten. Offensichtlich ist der Höhenunterschied von ca. 30 cm von unten nach oben eine wirksame Barriere (immer saubere Installation vorausgesetzt; ich übernehme keine Verantwortung für schlampige Arbeit; also strengt Euch an...).
Effekt:
Schon bei relativ niedriger Geschwindigkeit baut sich ein solider Staudruck auf und sorgt für eine Vor-Aufladung mit kalter Luft. Bei meinem TDI ist durch diese Maßnahme das Turboloch praktisch nicht mehr vorhanden. Die Maschine zieht ab Leerlaufdrehzahl sauber und kräftig durch. Dazu brauche ich kaum noch Gas zu geben. Kommt von allein...
Das macht wirklich Freude. Ganz nebenbei wird der Turbolader zusätzlich gekühlt, eine sicherlich lebensverlängernde Maßnahme für die emsigen Schaufelrädchen...
Ende von Teil 1.
Schmiernippel
denn jetzt geht es unter die Motorhaube.
Was kann ich tun, um den Wirkungsgrad des Motors zu erhöhen?
Tuning ist Tuning und führt im besten Fall zur Leistungssteigerung. Das ist der Sinn der Sache. Es liegt allein beim Fahrer, ob er den Leistungsgewinn auf dem Asphalt wieder verballert (ich will Spassss, ich geb´Gasssssss....) oder ob er den besseren Wirkungsgrad nutzt, um bei vergleichbarer Fahrweise weniger zu verbrauchen. Man kann nicht beides gleichzeitig haben.
Meine technischen Verfeinerungen konzentrieren sich natürlich auf den TDI, weil ich einen fahre. Der Diesel fährt mit hohem Luftüberschuß und braucht diesen auch für eine saubere Verbrennung. Je mehr Sauerstoff in den Brennraum gelangt um so besser.
Meine erste Maßname war, den Papier-Luftfilter rauszuschmeißen und durch einen K&N-Luftfilter zu ersetzen. Wird bei Ebay von diversen Powersellern zu einem relativ günstigen Preis angeboten. Nach meiner langjährigen Erfahrung ist der K&N-Luftfilter der beste. Der Filter läßt wesentlich mehr Luft durch als sein Papierbruder. Außerdem muß er nicht getauscht werden. Man kann ihn reinigen und regenerieren. Normalerweise langt es, den Filter einmal im Jahr aus dem Brutkasten zu nehmen und auf einem sauberen Stück Stoff mit Gefühl auszuklopfen. Selbst wenn der Filter total verdreckt sein sollte, läßt er noch mehr Luft durch als ein neuer Papierfilter. Es gibt Werkstatt-Leute, die raten ab und behaupten, der K&N-Filter könnte winzig feine Tröpfchen Filteröl freisetzen und dadurch den Luftmassen-Sensor beschädigen. Ich habe dazu einen netten Werkstattmann in einer Skoda-Werkstatt befragt. Der sagte mir: "Totaler Schwachsinn. Ich habe bei meinem eigenen TDI ebenfalls einen K&N-Filter eingebaut. Seitdem gibt es nicht mehr sondern weniger Ärger mit dem Luftmassen-Sensor. Dieser Filter harmoniert prächtig mit der Maschine."
Meine eigenen Erfahrungen gehen in die gleiche Richtung. Mein TDI hat jetzt über 250.000 Kilometer auf der Uhr und der Luftmassen-Sensor ist immer noch original. Muß ich noch mehr sagen?
Die zweite Maßnahme war das Umleiten der Ansaugluft. Die Ansaugluft kommt jetzt von vorne. Lufteintritt ist nun die Hutze im Stoßfänger auf der Fahrerseite. Das Ding hat sowieso schon eine Trichterform. Die schwarze Plastikverkleidung läßt sich heraushebeln und dann hinten/unten perforieren (habe mit dem Lötkolben viele kleine Löcher hineingeschmolzen; sieht jetzt aus wie ein Nudelsieb).
Die große Frage war allerdings: wie leite ich die Luft unten vom Stoßfänger nach oben zum ´Brutkasten´? Ein dicker Kunststoffschlauch ist dafür aus baulichen Gründen ungeeignet. Geniale Ersatzlösung:
Aus eins mach acht. Ich leite die Ansaugluft durch acht Schläuche parallel ins Luftfilter-Gehäuse. Dazu habe ich mir einen Dreiviertelzoll-Gartenschlauch gegriffen und mir acht Stücke (jeweils etwa einen Meter lang) zurechtgeschnitten. Für die untere Aufnahme der Schlauchenden habe ich mir ein solides PVC-Stück (übriggeblieben vom Fensterbau) passend zugeschnitten und acht passende Löcher für die Schlauchenden hineingebohrt. Schlauchenden hinein/hindurch und dann vorne schmal mit Tape umwickelt, so daß das Schlauchende nicht wieder aus der Bohrung herausrutscht sondern beim Zurückziehen festsitzt. Fertig. Dann PVC-Halterung mit Schrauben im Stoßfänger verankern.
Schläuche sauber im Radkasten (am Signalhorn vorbei, das am besten anders herum an der Halterung montiert wird) nach oben führen. Darauf achten, daß die Schläuche nicht nach unten durchhängen und einen ´Wassersack´bilden. Das Regenwasser muß immer schön nach vorne abfließen können.
Dann:
Original-Ansaugtrichter am Brutkasten entfernen. Stattdessen die Schläuche in den Filterkasten einfädeln und passgenau ablängen (Schlauchenden wie Orgelpfeifen unterschiedlich lang lassen und dann schräg abschneiden, so daß die Luft schräg nach oben Richtung Luftfilter strömen kann. Die acht Schläuche lassen sich im Filterkasten verstauen, weil der K&N-Filter wesentlich flacher baut und daher weniger Platz beansprucht.
Ist´ne ziemliche Fuddelarbeit, ich sag´s Euch. Zum Schluß muß die untere Hälfte des Luftfilterkastens mit Dichtmasse aus der Kartusche (Baumarkt) vollständig abgedichtet werden. Alle Löcher müssen zu sein. Nur so kann sich während der Fahrt ausreichend Staudruck vor dem Luftfilter aufbauen. Denn darum geht es bei dieser Maßnahme.
Keine Angst: Es gelangt kein Wasser während der Fahrt in den Kasten. Die Befürchtung hatte ich auch mal. Doch auch nach 100.000 Kilometern bei Wind und Wetter war noch nie ein Tropfen Wasser im Brutkasten. Offensichtlich ist der Höhenunterschied von ca. 30 cm von unten nach oben eine wirksame Barriere (immer saubere Installation vorausgesetzt; ich übernehme keine Verantwortung für schlampige Arbeit; also strengt Euch an...).
Effekt:
Schon bei relativ niedriger Geschwindigkeit baut sich ein solider Staudruck auf und sorgt für eine Vor-Aufladung mit kalter Luft. Bei meinem TDI ist durch diese Maßnahme das Turboloch praktisch nicht mehr vorhanden. Die Maschine zieht ab Leerlaufdrehzahl sauber und kräftig durch. Dazu brauche ich kaum noch Gas zu geben. Kommt von allein...
Das macht wirklich Freude. Ganz nebenbei wird der Turbolader zusätzlich gekühlt, eine sicherlich lebensverlängernde Maßnahme für die emsigen Schaufelrädchen...
Ende von Teil 1.
Schmiernippel