Erfahrungen mit dem 4x4 auf vereister Fahrbahn

Zur Technik des Octavia I
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octavius
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Beitrag von octavius »

die habe ich auch drauf und damit haftet der Wagen ebenfalls besser, als mit den alten, die auch noch 5mm hatten (Marke Kleber).
Der Michelin Alpin soll quasi die Reifenreferenz sein.

Torque, ist bei Dir der Reifenabrieb an VA und HA gleich groß? An meiner HA hat ich immer etwas mehr Abrieb, als vorn.
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Torque
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Beitrag von Torque »

octavius hat geschrieben: Torque, ist bei Dir der Reifenabrieb an VA und HA gleich groß? An meiner HA hat ich immer etwas mehr Abrieb, als vorn.
Bei mir hatte ich den Eindruck, dass eher auf der Vorderachse mehr Abrieb entstand - nicht tragisch. Daher habe ich bei der Montage der neuen Pneus die Spur vermessen lassen, welche jedoch i.O. ist. An der Hinterachse habe ich jedoch sehr wenig Abrieb. Als ich übrigens den Skoda Mech anfragte, betreffend meinem Tieferlegungs-Bedürfnis hat er mir abgeraten, da dies bei den 4x4 Modellen zu Sturz-Problemen an der Hinterachse führen kann, welche häufig nicht in den Griff zu bekommen sind. Sind bei Dir die Flanken auf der Innenseite stärker oder die ganze Lauffläche verstärkt abgerieben? Sind die Geometriewerte i.O.?
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octavius
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Beitrag von octavius »

meine Reifen sind gleichmäßig abgefahren (innen wie außen),
mein Sturz hinten ist aber außer Toleranz (2 Grad) und man bekommt das nur in den Griff, wenn man andere Querlenker verwendet. Ich muss diese Änderung dann bei KW direkt machen lassen, hatte aber noch keine Zeit, dies zu tun.
Da sich meine Geährleistung für das Fahrwerk bald dem Ende nähert, werde ich da demnächst hinfahren. Sollte KW die Sturzproblematik nicht in den Griff bekommen, lasse ich das Fahrwerk ausbauen und hoffe auf Rücknahme desselbigen, ohne Ärger.

Am Sturz soll es laut KW u.a. befragter Fahrwerkseinbauer aber nicht liegen.

Ich kann aus eigener Erfahrung jedem abraten, am 4x4 irgendwelche Fahrwerksveränderungen vorzunehmen, weil man dann nur die teuersten Reifen fahren kann, wenn man nicht alle 10Tkm die Hinterreifen wechseln will. Wenn ich den Wagen verkaufe (vermutlich Ende 2005 zum Wechsel auf O2), lasse ich ohnehin wieder das Originalfahrwerk einbauen.
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gertsch

Beitrag von gertsch »

i weiß das hat jetzt mim thema nix zu tun, aber wie kanns sein dass du nur wegen dem fahrwerk hinten nach 10tkm neue pneus brauchst wegen den 2° sturz (was ned arg is, der x5 hat serie glaube ich auch so viel oder mehr hat aber 4 sommer mit gleichen reifen durchgehalten)
hmm da müsste die haldex ja permanent hinten voll draufschalten. tut sie aber ned. schon komisch. is eigentlich das hintere differenzial in ordnung?
da wirds ja noch mehrere 4x4 user geben die die karre tiefergelegt haben. von denen war ja no nix zu hören.
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drzook
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Beitrag von drzook »

Hallo octavius!
Ich wollte micht schon vorher zu dem Thema melden und schreiben, dass ich mit meinem keinerlei Traktionsprobleme habe, aber ...
Jetzt im Urlaub bin ich auf eine teilweise vereiste (d. h. wie vereiste Pfützen auf der rechten Fahrbahnseite) und streckenweise vereiste Fahrbahn geraten. Ob der starke, böige Wind noch dazu beigetragen hat weiss ich nicht, aber der Wagen fuhr sich wie auf Eiern. Tempo zwischen 40 und max. 80 km/h. Wahnsinnig sagt ihr? - Stimmt, aber ein Ford Focus hing mir auf der Stossstange und dann kam noch ein VW Passat der dann bei nächster Gelegenheit uns beide überholte. Da es mir dann zu mulmig wurde habe ich an geigneter Stelle Gas weggenommen und Blinker rechts. Der Focus überholte und zog von dannen. Ich habe dann eine wenig beschleunigt und gedacht das kann doch nicht sein: Ich mit Allrad am schwitzen und die ziehen los als wär nix! (So wie ich deine Beschreibung verstanden habe, denke ich, dass dies in etwa die gleiche Erfahrung ist)
Gut, dann testen wir mal das Bremsen ... Oh Schreck! ABS am tickern wie wild und der Wagen schiebt auf die Gegenfahrbahn. In den kurzen Pausen, in denen dass ABS die Bremse löst können die Reifen nicht genug Seitenführungskräfte aufbauen um den Wagen in der Spur zu halten. Erst nach lösen der Bremse kann ich den Wagen wieder auf meine Fahrbahnseite lotsen.
Schlussfolgerung für mich: Mein Tempo war mindestens wahnsinnig, dass der Anderen lebensmüde.
Nun mein Erkärungsversuch:
Durch mangelnde Seitenführungekräfte der Reifen rutscht der Wagen beim Fahren immer wieder mal ein paar cm nach rechts oder links. Bei frontangetrieben Fahrzeugen kann dies leicht / leichter durch Lenkkorrekturen ausgeglichen werden und wird als nicht so kritisch / gefährlich empfunden. Bei heckangetrieben Fahrzeugen erfordert dies mehr und aufwendigere Lenkkorrekturen ähnlich wie bei Gabelstabler, Schubkarre oder Einkaufwagen im Baumarkt der nur hinten lenkt. Eine C- und eine S-Klasse die ähnlich 'langsam' unterwegs waren wie ich, würden dies untermauern.

Im nachhinein bin ich sogar froh, dass der Wagen sich so 'kritisch' verhielt und ich nicht in trügerischer Sicherheit schneller gefahren bin.

Ach so, Winterreifen sind von Michelin im 2. Winter und mit denen habe ich im Schnee einen fast 1600 kg WoWa über Strecken gezogen an denen Fronttriebler schon Probleme hatten.

Gruss
drzook
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octavius
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Beitrag von octavius »

drzook hat geschrieben:Hallo octavius!
Ich wollte micht schon vorher zu dem Thema melden und schreiben, dass ich mit meinem keinerlei Traktionsprobleme habe, aber ...
Jetzt im Urlaub bin ich auf eine teilweise vereiste (d. h. wie vereiste Pfützen auf der rechten Fahrbahnseite) und streckenweise vereiste Fahrbahn geraten. Ob der starke, böige Wind noch dazu beigetragen hat weiss ich nicht, aber der Wagen fuhr sich wie auf Eiern. Tempo zwischen 40 und max. 80 km/h. Wahnsinnig sagt ihr? - Stimmt, aber ein Ford Focus hing mir auf der Stossstange und dann kam noch ein VW Passat der dann bei nächster Gelegenheit uns beide überholte. Da es mir dann zu mulmig wurde habe ich an geigneter Stelle Gas weggenommen und Blinker rechts. Der Focus überholte und zog von dannen. Ich habe dann eine wenig beschleunigt und gedacht das kann doch nicht sein: Ich mit Allrad am schwitzen und die ziehen los als wär nix!

..

Gruss
drzook

JJJAAAA genauso war das bei mir auch!!!

nur war es zwischen 30 und 60 und ich bin an die Seite ran, um erstmal alle hinter mir vorbeizulassen! Das waren alles Frontgetrieben Wagen.

Eine Woche später habe ich mir die Michelin Alpin A2 gekauft.
Damit kann ich etwas schneller fahern, ehe das Eiern einsetzt.

Der Begriff "Eiern" trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich glaube aber, dass das mit der Haldex zusammenhängt. Die gibt meiner Meinung nach hinten zu viel Kraft drauf. Laut Skoda sollen hinten bis zu 100% möglich sein.

Solche irren Eisverhältnisse treten natürlich sehr selten auf.

Doch ich bin damals mal als Beifahrer ins Blitzeis reingefahren mit einem frontgetriebenen A4. Der war dann nur noch Schrott. Wenn es mich mit dem Allrad da schon bei 10km/h weniger erwischt, wäre das echt mies.

Vor einiger Zeit sagte mir ein Rennsportfachmann, dass ihn die Haldex vom Audi TT Quattro nicht sehr überzeugt hat. Er sprach vom Ausbrechen des Hecks.

Na egal, weiss ich wenigstens, dass es nicht an meinem Fahrwerk liegen kann. Du hast doch sicher kein KW Gewinde drinn?
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matt
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Beitrag von matt »

Ich glaube aber, dass das mit der Haldex zusammenhängt. Die gibt meiner Meinung nach hinten zu viel Kraft drauf. Laut Skoda sollen hinten bis zu 100% möglich sein.
Die Haldex sitzt doch am Hinterachsdifferential, oder?
Wenn Sie zu 100% schließt, dann sind maximal 50% auf der der Hinterachse möglich. Allerdings können die 50% zu viel sein, wenn bei einem wenig beladenen Fahrzeug die Achslast hinten geringer ist als vorne.

MfG, Matthias
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drzook
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Beitrag von drzook »

Hallo octavius!

Ja, ich habe das originale Fahrwerk und Standardbereifung.

Nur denke ich nicht, dass das ein Problem der Haldex ist. Es müsste eigentlich für alle Allrad- bzw. Heckantriebsfahrzeuge gelten.

Gruss
drzook
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Hier mal mein Senf

Beitrag von Segafrendo »

Um es Kurz zu machen: Im Gespräch mit 4x4 Besitzern, sei es VW, Audi, Skoda usw. bin ich bis jetzt immer zu dem Schluß gekommen, dass diese Form des (Hilfs-)Allradantriebes Volksverdummung und rausgeschmissenes Geld ist. Nichts Halbes und nichts Ganzes.

Jeder, der schon mal ein Allrad-Auto mit sperrbaren Achsdifferentialen gefahren ist, wird wissen was ich meine.

Schönstes Erlebnis war eine Demonstration im Audi 200 Sport Quattro. Ohne Differentialsperre ist es möglich auf glattem Untergrund das Auto auf der Hochachse wie ein Panzer zu wenden, da sich dann die Räder durch die Differentiale auf der einen Fahrzegseite rückwärts drehen und auf der anderen vorwärts. Mit beiden zugeschalteten Differentalsperren fährt die Maschine selbst auf vereistem Kopfteinpflaster dorthin wo man hinlenkt, wie bei Paris-Dakar. Das Auto ist zu jeder Zeit beherrschbar, kein Rumeiern, Reifenabnutzen oder unklare Kraftverteilung.
Skoda Superb Combi 2.0 TDI 140PS

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Octavia RS mit "Stargas Polaris" AUTOGAS-Umbau.
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matt
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Beitrag von matt »

Na ja, das hört sich ja sehr abenteuerlich an!
Mit beiden zugeschalteten Differentalsperren fährt die Maschine selbst auf vereistem Kopfteinpflaster dorthin wo man hinlenkt, wie bei Paris-Dakar. Das Auto ist zu jeder Zeit beherrschbar, kein Rumeiern, Reifenabnutzen oder unklare Kraftverteilung.
Die Sperren bringen nur Traktionsvorteile (für's Vorwärtskommen). Das Fahrzeug ist dann alles andere als gut lenkbar. Denn mit Sperren werden den Rädern bestimmte Drehgeschwinfigkeiten aufgezwungen, die z.B. beim Lenken nicht mit der Geschwindigkeit des Autos zusammen passen, d.h. sie rollen und gleiten dabei. Das ist sicher nicht günstig um die nötigen Seitenführungskräfte aufzubauen, damit das auto dort hingeht, wo es soll.
Selbst auf trockener Straße klappt das nicht sehr gut mit angeschalteten. Diff-Sperren. Ich habe das selber mal mit einem Audi 80 B2 erlebt. Das Ding fuhr sich dann sehr indirekt, wie ein Panzer. Kurvenfahren war sehr schwer - ist ja auch logisch. Insbesondere der Reifenabrieb ist dabei sehr groß!
MfG, Matthias
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